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Bedienkonzepte der Zukunft

Mensch-Maschine-Schnittstelle

  • Erstes Forschungslabor für Bedienkonzepte im Fahrzeug in Salzburg eröffnet
  • AUDIO MOBIL ist Industriepartner im Bereich „Automobil"
  • Fahrzeug muss „humanisiert" werden

Ranshofen/Österreich. Jüngst eröffnete das Christian-Doppler-Labor „Contextual Interfaces" in Salzburg. Zusammen mit den Industriepartnern AUDIO MOBIL und Infineon Technologies forschen etwa 15 Wissenschafter der Universität Salzburg unter der Leitung von Prof. Manfred Tscheligi an den Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. AUDIO MOBIL unterstützt die Arbeit im Bereich Automobil, in dem erstmals Benutzerschnittstellen im speziellen Kontext des Automobils wissenschaftlich erforscht werden.

Ziel des an die Universität Salzburg angegliederten Labors im Bereich Automobil ist es, neue Methoden zur Unterstützung des Fahrers im Straßenverkehr zu finden und dabei auch die menschlichen Sinne besser einzusetzen. Die Kapazitäten unseres Tastsinns werden beispielsweise noch kaum genutzt, auch wenn die Wissenschaft darin großes Potenzial sieht. Bedienungsknöpfe können etwa durch Vibration -­ eine Funktion, die man spüren kann, ohne hinzusehen - einfacher unterschieden werden, wenn die Augen auf die Straße gerichtet bleiben müssen.

Aber nicht nur der Fahrer, auch Beifahrer und Passagiere im Fond sollen in Zukunft stärker eingebunden werden. Der Beifahrer bekommt spezielle Informationen zur Navigation, die für den Fahrer zu komplex sind. Diese drei Bedienwelten - Fahrer, Beifahrer und Passagiere - werden von jeweils unterschiedlichen Faktoren beeinflusst, die es wissenschaftlich zu definieren und zu verstehen gilt.

Interdisziplinäre Forschung

Aufgrund der vielen Einflüsse, die im Fahrzeug wirken, arbeiten Wissenschafter aus verschiedenen Disziplinen zusammen. Informatiker, Kommunikationswissenschafter, Soziologen, Psychologen und Designer schaffen ein ganzheitliches Bild des Autoinnenraumes und -innenlebens. Aspekte wie ältere Personen am Fahrersitz oder spielende Kinder am Rücksitz werden somit erstmals in die Forschung miteinbezogen.

Thomas Stottan, Geschäftsleiter und Gründer von AUDIO MOBIL, hofft auf wesentlich mehr Benutzerfreundlichkeit im Fahrzeug von morgen: „Mit den Forschungsergebnissen aus dem Christian-Doppler-Labor können wir eine Humanisierung des Autos erreichen."

AUDIO MOBIL hat bereits in der Vergangenheit intelligente Benutzerschnittstellen in seinen Produkten verarbeitet. Das aktuellste Beispiel ist das Intelligente Lenkrad, das alle Bedienelemente vereint und somit ein sicheres und bequemeres Fahren ermöglicht. Integriert im Intelligenten Lenkrad ist außerdem ein Touchscreen, der essenzielle Informationen anzeigt und auch für Infotainment-Applikationen verwendet werden kann.

Das Labor ist auf eine Forschungsdauer von sieben Jahren ausgelegt und hat ein jährliches Budget von 500.000 EUR. Wie alle Christian-Doppler-Labors wird das „Contextual Interfaces"-Labor zur Hälfte von der Christian-Doppler-Gesellschaft finanziert, die andere Hälfte wird von den Industriepartnern AUDIO MOBIL für den Bereich „Automobil" und Infineon Technologies für den Bereich „Fabrik" getragen. AUDIO MOBIL unterstützt das Labor aber nicht nur finanziell, sondern stellt auch seine Teststrecke sowie Prototypen und automotives Know-how zur Verfügung.

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