Hauptunfallursache Ablenkung

Eine neue österreichische Norm soll die Benutzung der Fahrzeuge in Zukunft sicherer machen und damit die Unfallhäufigkeit drastisch reduzieren.

Unter dem Vorsitz von Thomas Stottan, CEO der Firma AUDIO MOBIL in Braunau-Ranshofen, wurde eine International einmalige Prüfmethode zur Verbesserung der Betriebssicherheit von Autos genormt. Die Testierung wurde von AUDIO MOBIL gemeinsam mit der Universität Salzburg im Rahmen eines 7-jährigen Forschungsprojekts durch ein Christian-Doppler-Labor entwickelt. Dabei werden Funktionalitäten im Fahrzeug unter realen Betriebsbedingungen – also nicht im Simulator – getestet und bewertet.

Mit dieser neuartigen standardisierten Testmethode ist es erstmals möglich, Funktionen im Fahrzeug wie z.B. das Aktivieren des Abstandsregel-Automaten auf eine ablenkungsfrei zu bedienende Sicherheit zu überprüfen. Wie unterschiedliche Studien gezeigt haben, sind Blick-Ablenkungen von mehr als 2 Sekunden äußerst gefährlich, legt man doch in dieser kurzen Zeit bei Tempo 130 rund 70 m im „Blindflug“ zurück. Die ebenfalls wissenschaftlich ermittelten Ablenkungs-Zeiten von bis zu 120 Sekunden, um beispielsweise ein Telefongespräch zu aktivieren, bedeuten eine mentale Ablenkung von über 4,3 km bei Autobahntempo!

Die nun im Rahmen des internationalen IoT Kongresses des Austrian Standards Instituts in Wien präsentierte neue Norm für die Überprüfung von Fahrzeugen und Fahrzeugkonzepten soll in diesem Zusammenhang größtmögliche Abhilfe schaffen.

Der Ausschuss-Vorsitzende Thomas Stottan präsentierte im Rahmen dieses international renommierten Kongresses die aktuellen und künftigen Herausforderungen an die Fahrzeugentwicklung sowie mögliche Konzept-Ansätze zur Verringerung der Ablenkung bei der Fahrzeugnutzung. Zudem wurden von Stottan die Entwicklung und herausfordernde Rahmenbedingungen bei der Entstehung des neuen Standards präsentiert. Gemeinsam mit dem österreichischen Normungsinstitut, Austrian Standards International, und dem anerkannten Arbeitskreis mit Vertretern u.a. des Verkehrsministeriums, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, TÜV und ÖAMTC konnte eine international beachtete Standardisierung realisiert werden. Ein wichtiger Schritt Richtung deutlicher Verbesserung der Verkehrssicherheit, dem die europäische Gesetzgebung folgen sollte, will man eine Reduktion der Unfallzahlen herbeiführen.

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